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Die Kanzlei der Botschaft und  die Residenz des Botschafters

29.05.2018 - Artikel
Saksa saatkonna kantselei© Saksa saatkond

Die Kanzlei

Der Neubau des Kanzleigebäudes wurde auf dem Gelände der ehemaligen Deutschen Gesandtschaft  in der Toom-Kuninga 11 errichtet. Das im skandinavischen Baustil nach den Plänen der Architektenbüros "Kersten + Martinoff" (Braunschweig) und "Künnapu & Padrik" (Tallinn) entstandene Gebäude zeichnet sich durch große Glasflächen, einen Lichthof und eine ansprechende Holzfassade aus. Es wurde am 28. September 1998 bezogen. Der alte Baumbestand und die Findlinge verleihen der Parkanlage eine besondere Atmosphäre.


Saksa suursaadiku residents© Saksa saatkond

Die Residenz

Die Residenz des Deutschen Botschafters in Estland befindet sich auf dem Tallinner Domberg, Lossi plats (Schlossplatz) 7. Sie liegt gegenüber der russisch-orthodoxen Alexander-Newskij-Kathedrale in unmittelbarer Nähe zum Riigikogu, dem estnischen Parlament. Die Bundesrepublik Deutschland hat das Haus vom estnischen Staat gemietet. Am 25. Mai 1994 hat der damalige Bundesminister des Auswärtigen, Dr. Klaus Kinkel, in Anwesenheit des estnischen Staatspräsidenten Lennart Meri (1929 - 2006) das Haus feierlich seiner Bestimmung übergeben.

Das Haus Lossi plats 7 war während des 18. und 19. Jahrhunderts im Besitz deutsch-baltischer Adelsfamilien. Der letzte adlige Besitzer, Helmuth von Lilienfeld, verkaufte das Anwesen 1921 an den jungen estnischen Staat.

Zu Beginn der Selbständigkeit Estlands galt das Haus als  eines der am schönsten eingerichteten Häuser in Tallinn. Am 20. Dezember 1921 bezog Konstantin Päts als erster Staatsältester (Ministerpräsident) hier seine neue Residenz. 1934 wurde das Haus dem estnischen Justizministerium übergeben.

Während der deutschen Besatzungszeit von 1941-1944 war das Haus auf dem Domberg Sitz des Kommissars für "Reval-Stadt", d. h. des für Tallinn zuständigen Amtes der deutschen Zivilverwaltung. Nachdem die Sowjetunion Estland erneut besetzt hatte, wurde es  1950/51 Sitz des Gesundheitsministeriums.

Das Haus verfiel zusehends, bis Ende der achtziger Jahre mit der Restaurierung begonnen wurde. Die Bundesrepublik Deutschland führte die Restaurierung schließlich zu Ende.

Heute ist die Residenz, mit ihren Wohn- und Repräsentationsräumen des deutschen Botschafters wieder eines der Schmuckstücke des Tallinner Dombergs.


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